Harri Stojka

Harri Stojka und sein Engagement

Der Künstler und seine Wurzeln

Der Wiener Harri Stojka entstammt einer Lovara-Rom-Dynastie, die vor 160 Jahren aus der Walachei kam und sich in Wien zum Leben und Arbeiten niederließ. Die Familie hatte im Zweiten Weltkrieg viele Opfer zu beklagen - von vielen Verwandten überlebte sein Vater Mongo das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, Buchenwald sowie Flossenbürg und den berüchtigten Todesmarsch.

Immer wieder engagiert sich Harri Stojka in Projekten, die dem Gedenken und der Aufarbeitung dieser Zeit gewidmet sind. So will die 2005 entstandene CD „Garude Apsa“ / „Verborgene Tränen“ an die musikalischen Wurzeln der Roma erinnern, um der heutigen Generation Stolz und Mut für die Zukunft zu geben. In einem Europa, das sich zunehmend politisch zu der Roma-Kultur bekennt, hat Harri Stojka, neben seiner Tätigkeit als Musiker, die Aktion „Ich bin gegen das Wort Zigeuner und für das Wort Rom“ ins Leben gerufen, die öffentliches und internationales Interesse hervorgerufen hat.